Am 30.06.2001 sind wir um 6.00 Uhr müde und erwartungsvoll am Gerätehaus aufgebrochen. Unser Ziel war der Ort Friedeburg-Marx in Ostfriesland. Gegen 10.00 Uhr haben wir auf halber Strecke auf einem Rastplatz erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Als wir um 12.15 an unserem Zielort ankamen fing es an zu regnen. In Windeseile haben wir das Gruppenzelt aufgebaut. Danach bauten wir unsere privaten Zelte auf. Da die Mädels ein fünf Personen Zelt aufgebaut hatten, dass aber überfüllt war, haben sie sich dazu entschlossen ein Gepäckzelt aufzubauen. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten, fingen wir an zu grillen. Gegen 23.00 Uhr fielen wir übermüdet in unsere Zelte. Gelegentlich kam noch einmal ein Betreuer vorbei, weil wir zu laut waren.

Am 01.07.2001 wachten einige schon sehr früh auf. Um 3.00 Uhr waren die Ersten wach, die um 6.00 Uhr Fußball gespielt haben. Dadurch wachten auch die Schlafenden auf und wurden nervös. Frühstück gab es gegen 8.30 Uhr. Als der Spüldienst dann seinen Dienst erledigt hatte, fuhren wir in das Moordorf um uns das Museum anzuschauen. Anfangs haben wir uns einen Film über das frühere Leben im Moordorf angeschaut. Danach sind wir in kleinen Gruppen über das Gelände gelaufen um die Lehmhäuser zu besichtigen, die man auf dem ganzen Gelände finden konnte. Da wir einen weiteren Termin in Emden hatten sind wir gegen 12.00 Uhr wieder aufgebrochen. In Emden besichtigten wir die Berufsfeuerwehr und fuhren mit einem Feuerlöschboot. Abends sind wir nach Aurich gefahren, denn dort war ein Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehren. Wir haben uns dies angeschaut, unser Abendessen eingenommen und sind dann auf den Zeltplatz zurück gefahren. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft sind wir schnell im MC DONALD eingekehrt und haben was gegessen. Um 22.00 Uhr war Nachtruhe.

Am 02.07.2001 haben wir um 9.00 Uhr gefrühstückt und sind dann nach Wilhelmshaven in das Oceanis gefahren, dass aber nicht unseren Erwartungen entsprochen hat. Es war wesentlich kleiner als wir gedacht haben. Außerdem haben wir gehofft auf echte Fische zu treffen. Nachdem unser Ausflug in die Meereswelt abgeschlossen war sind wir in das Marinemuseum gefahren, dass alle sehr fasziniert hat. Wir konnten ein echtes U-Boot und Kriegsschiff von innen betrachten. Auch die Geschichte der Marine und ihre Schlachten wurden schriftlich festgehalten, sodass man alles nachlesen konnte. Viele Bilder dokumentierten dies. Ältere Waffen und Uniformen gab es auch reichlich zu sehen. Als letzten Programmpunkt an diesem Tag machten wir eine Hafenrundfahrt. Am Abend zündeten wir ein großes Lagerfeuer an und haben Peter-Paul gespielt.
Am 03.07.2001 sind wir nach Norden gefahren, denn dort gibt es einen Nationalpark mit einer Seehunde-Aufzuchtsstation. Die Dame aus dem Nationalpark hat uns erklärt, dass es viele ehrenamtliche Mitarbeiter gibt, die schwache und kranke Tiere in die Station bringen. Am Anfang sind wir über einen Deich als Welle gelaufen, dann haben wir ein Spiel gemacht, bei dem wir auf dem sandigen Boden herumkriechen mussten um die Nahrungskette der Tiere zu verstehen. Dann sind wir als Wattwurm blind hintereinander zum Watt gelaufen, haben Krebse, Würmer und andere Tiere gesammelt und sie uns in der Station unter einem Mikroskop und Lupen angeschaut. Um 15.00 Uhr wurden die Seehunde gefüttert. Wir konnten dieses Spektakel miterleben. Anschließend haben wir die Tierchen wieder zurück ins Watt gebracht und sind nach Marx zurück-gefahren.
Am 04.07.2001 sind wir schon um 5.30 Uhr geweckt worden, weil unsere Fähre, die uns auf die Insel Baltrum gebracht hat, schon sehr früh ablegte. Als wir auf Baltrum ankamen haben wir uns gleich auf den Weg zum Strand gemacht. Anfangs haben wir uns eingecremt und sind fast alle ins Wasser gegangen. Daraufhin haben wir uns gegenseitig im Sand vergraben. Gegen Abend als Ebbe war sind wir mit unserem Wattführer durch das Watt nach Neßmersiel auf das Festland zurück gelaufen. Den meisten hat es gefallen, doch die Priele waren Tief und der Wattführer hat uns noch zusätzlich Angst vor den Tieren gemacht. Nachdem wir wieder in Neßmersiel ankamen, haben wir erst einmal unsere Füße vom Schlamm befreit und sind dann auf unseren Zeltplatz gefahren. Alle waren sehr erschöpft und sind relativ schnell eingeschlafen.
Am 05.07.2001 haben wir richtig ausgeschlafen und sind dann in das Freizeitbad „Aqua Toll“ nach Schortens gefahren. Es gab eine Rutsche und mehrere Becken. Wir verbrachten den ganzen Tag damit, uns gegenseitig zu tunken und zu ärgern. Abends haben wir unseren Gesangswettbewerb ausgetragen. Die Aufgabe war es in kleinen Gruppen Lieder über unser Zeltlager zu dichten und diese vorzutragen. Einige waren sehr einfallsreich und haben sich große Mühe mit ihren Liedern und Kostümen gegeben.

Am 06.07.2001 sind wir nach Emden gefahren. Anfangs haben wir uns das Landesmuseum mit Waffen- und Rüstkammer angeschaut, dass alle sehr interessant fanden und sind dann in das Otto Huus Museum, in dem alle möglichen Dinge von dem Komiker „Otto“ ausgestellt waren. Es gab sehr viele Ottifanten zu sehen, Zeitungsausschnitte und Bilder. Dort haben wir uns getrennt und in Gruppen Emden erkundet. Als wir uns wieder getroffen haben, schauten wir uns einen Seerettungskreuzer (Georg Breusing) an. Wir haben alles detailliert erklärt bekommen. Gleich daneben war ein altes Feuerwehrschiff, das zum Restaurant und Museum umgebaut war. Auch dieses haben wir besichtigt (Deutsche Bucht). Danach haben wir uns auf den Rückweg gemacht.
Am 07.07.2001 wurden wir um 0.02 Uhr aus dem Schlaf gerissen. Unsere Betreuer haben geschrieen und uns aufgefordert so schnell wie möglich angezogen in das Gemeinschaftszelt zu kommen. Es hat fast 20 Minuten gedauert bis alle angekommen waren. Total müde bekamen wir erläutert, das zwei Mitglieder verschwunden seien. Wir machten uns bei Dunkelheit und mit nur wenigen Taschenlampen auf den Weg. Wir liefen im Feld herum und sahen auch relativ rasch Lichtzeichen. Als wir auf der richtigen Fährte waren konnten wir auch schnell unseren verschwundenen Kamerad und den Betreuer entdecken. Am Zielort angekommen tranken wir erst einmal Orangensaft und spielten dann ein Gemeinschaftsspiel. Nun sind wir zurückgelaufen und müde in die Zelte gefallen. Es kehrte wieder Nachtruhe ein.
Am 07.07.2001 haben wir uns die Peldermühle in Wittmund angeschaut. Es waren alte Kleider, eine Feuerwehrkutsche, ein Fahrrad aus Kriegszeiten, alte Geräte und ein Modell einer Mühle ausgestellt. Nach der Führung haben wir etwas zu trinken bekommen und sind dann auf einen Großbauernhof gefahren. Wir haben die Anlage, die Geräte, Kühe, Katzen und einen Hund angetroffen.
Am 08.07.2001 war es sehr stressig. Als wir morgens aufgestanden sind haben wir erst einmal gefrühstückt und dann angefangen unsere Zelte abzubauen und unsere Sachen zusammen zu räumen. Wir haben uns beeilt und konnten gegen 10.30 Uhr abreisen. Bei der Heimfahrt haben wir eine Rast gemacht und etwas gegessen. Nachmittags sind wir wieder in Bodenheim angekommen.